Während bei immer mehr virtuellen Meetings ein KI-Assistent zum Einsatz kommt, der den Anruf transkribiert und zusammenfasst, WISPr möchte diese Fähigkeit auch den Vertriebsteams im Außendienst zur Verfügung stellen. Seine Anwendung, Wispr Flow, gab kürzlich den Abschluss einer Finanzierungsrunde der Serie A im Wert von 30 Millionen US-Dollar bekannt.
Die Runde wurde geleitet von Menlo Venturesunter Beteiligung von NEA, 8VC und eine bemerkenswerte Gruppe von Angel-Investoren, darunter Evan Sharp (Gründer von Pinterest) und Henry Ward (CEO von Carta).
Die Geschichte des Gründers: Vom Messerverkäufer zur Startup-Gründung
Die Idee für Wispr entstand aus der eigenen Erfahrung des Gründers, Tanay KothariWährend eines Sommers an der Uni beschloss er, Küchenmesser von Tür zu Tür zu verkaufen. Im darauffolgenden Jahr leitete er sein eigenes Verkaufsbüro, erkannte jedoch, dass es ihm unmöglich war, persönlich vor Ort zu sein, um alle seine Nachwuchsvertreter zu schulen und zu betreuen. Jahre später, nach einer Zeit bei McKinsey, wurde aus dieser Idee Wispr, das sich von einem anfänglichen Hardware-Konzept zu einem Software-Konzept entwickelte: Wispr Flow.
Funktionalität und Dienste: eine Schnittstelle zum Denken
Wispr Flow ist eine Diktier-App für Mac, Windows und iOS. Die Kernfunktionalität ermöglicht es Nutzern, ihre Gedanken direkt in jedes Textfeld zu sprechen und so die Geschwindigkeit und den Aufwand einer Tastatur zu umgehen. Die KI transkribiert nicht nur, sondern versteht auch den Kontext, um automatisch Zeichensetzung und Formatierung hinzuzufügen – für ein nahtloses Erlebnis.
Der Dienst wird über ein Freemium-Abonnementmodell angeboten. Es gibt einen kostenlosen Plan für die gelegentliche Nutzung und einen kostenpflichtigen „Pro“-Plan, der keine Einschränkungen bietet und erweiterte Funktionen bietet. Er richtet sich sowohl an einzelne Fachleute als auch an Unternehmensteams, denen gemeinsamer Phrasenkontext und dedizierter Support angeboten werden sollen.
„Wispr Flow schafft eine effiziente Möglichkeit, Gedanken in digitale Absichten zu übersetzen. Das Team hat bei der Entwicklung der Modelle berücksichtigt, wie Menschen sprechen, anstatt sich ausschließlich auf Kennzahlen wie Wortfehlerraten zu konzentrieren.“
– Matt Kraning, Partner bei Menlo Ventures
Wachstum, Finanzierung und zukünftige Roadmap
Das Startup gibt an, dass seine Nutzerbasis monatlich um 50 % gewachsen ist, wobei die geografische Verteilung sehr unterschiedlich ist: 40 % in den USA, 30 % in Europa und 30 % im Rest der Welt. Mit der neuen Finanzierung, die sich auf insgesamt 56 Millionen US-Dollar beläuft, plant das Unternehmen die Einführung einer Android-App und die Erweiterung seines 18-köpfigen Teams.
Wispr-Finanzierungshistorie
| Vorfinanzierung |
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$ 26M | ||
| Serie A |
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$ 30M | ||
Quelle: Öffentliche Daten
Langfristig besteht das Ziel darin, Wispr Flow in einen persönlichen KI-Assistenten umzuwandeln, der bei alltäglichen Aufgaben wie dem Senden von Nachrichten, dem Erstellen von Notizen und dem Einstellen von Erinnerungen hilft. Das Unternehmen arbeitet bereits mit KI-Hardwarepartnern zusammen, um die Interaktionsebene zu unterstützen.
