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Amazons KI-Plan: In manchen Bereichen weniger, in anderen mehr Jobs

Amazon-CEO Andy Jassy setzt darauf, dass generative KI die Einstellung des Unternehmens zu seiner Belegschaft verändern wird. In einem internen Memo, das ursprünglich von CNBC berichtetJassy skizzierte seine Vision für die Zukunft der Beschäftigung im KI-Zeitalter.

Da Amazon weiterhin mehr KI-Agenten einsetzt, erwartet das Unternehmen, dass es für bestimmte Aufgaben weniger Personal benötigt. Das Ausmaß dieser zukünftigen Reduzierung ist jedoch schwer abzuschätzen. „Wir werden für einige der heute erledigten Aufgaben weniger Leute brauchen und für andere mehr“, schrieb Jassy in dem Memo.

Ein globaler Kontext: Der Trend zur Automatisierung

Amazons Haltung ist kein Einzelfall. Sie spiegelt einen globalen Trend wider, der von der Weltwirtschaftsforum in seinem Bericht „Die Zukunft der Arbeitsplätze“. Die im Bericht enthaltene Umfrage ergab, dass 40 % der Arbeitgeber weltweit planen, aktiv Personal in Positionen abzubauen, die durch KI automatisiert werden können.

Geschätzte Schaffung von Arbeitsplätzen vs. Arbeitsplatzverlust (2023–2027)

Freigesetzte Arbeitsplätze
83M
Geschaffene Arbeitsplätze
69M

Quelle: Weltwirtschaftsforum, Future of Jobs Report 2023

Der Begriff „verdrängte Arbeitsplätze“ Gemeint sind Arbeitsplätze, die vor allem deshalb wegfallen oder umstrukturiert werden, weil ihre Kernaufgaben durch Technologie effizienter erledigt werden können. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass der Arbeitnehmer sofort entlassen wird, sondern dass seine bisherige Rolle wegfällt und eine berufliche Umschulung oder die Umstellung auf eine neue Tätigkeit erforderlich macht.

Analyse und Kontrast: Arbeitsplatzabbau oder Transformation?

Trotz der Schlagzeilen über Stellenabbau deuten Jassys Ansichten und Marktberichte auf eine differenziertere Realität hin: die RollentransformationDieselbe KI, die wiederkehrende Aufgaben automatisiert, schafft auch den Bedarf an neuen Berufsprofilen, die es vorher nicht gab, wie etwa Prompt-Ingenieure, KI-Ethiker oder Algorithmen-Auditoren.

Der Bericht des Weltwirtschaftsforums selbst prognostiziert, dass bis 83 durch die Technologie 2027 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen werden, geht aber gleichzeitig auch von der Schaffung von 69 Millionen neuen Stellen im gleichen Zeitraum aus.

Amazon scheint entsprechend zu handeln. Parallel zur Umstrukturierung hat das Unternehmen massive Schulungsinitiativen gestartet. Sein Programm KI-fähighat sich beispielsweise zum Ziel gesetzt, bis 2025 zwei Millionen Menschen kostenlose Schulungen im Bereich KI-Kompetenzen anzubieten. Dies deutet darauf hin, dass die Strategie nicht einfach darin besteht, die Zahl der Arbeitskräfte zu reduzieren, sondern sie umzuschulen und sowohl die Arbeitnehmer als auch die breite Öffentlichkeit mit den Fähigkeiten auszustatten, die für die neuen Arbeitsplätze erforderlich sind, die durch die KI selbst entstehen.

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